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Jugendreisen- Pennälerabenteuer in den Sommerferien

Jugendreisen machen Spass, und die heute 40 Jährigen, die ihrem eigenen Nachwuchs zu solchen Erlebnissen verhelfen wollen, denken sicher ganz gerne an eigene Erfahrungen diesbezüglich zurück. An einen Sprachurlaub in England, eine Jugendreise zur Partnerstadt in die Provence oder auch an wodgaschwere Diskussionen über Gott, die Welt und Politik mit der Jeunesse d´Oree´ Warschaus, Krakaus oder Prags hinterm damals noch existenten "Eisernen Vorhang". Mit dem europäischen Einigungsprozess ist das Angebot für Jugendfahrten noch beträchtlich angewachsen, und neben klassischen Reisezielen wie Frankreich, Grossbritannien und Italien, sind heute auch Tschechien, das Baltikum, Polen und Russland häufig Ziel von Jugendreisen. Neben speziellen Sprachreisen zur Verbesserung von Englisch- oder Französischkenntnissen, werden Jugendreisen häufig auch von Partnergemeinden im europäischen Ausland oder von Kirchen organisiert. Jugendreisen haben durchaus eine grosse Tradition, die unmittelbar auf das Bildungsideal der Aufklärung zurückgehen. Im 18. Jahrhundert war es üblich, dass junge Leute gemeinsam eine Reise durch Frankreich und Italien machten, um dabei ihre Sprachkenntnisse und ihr höfisches Benehmen zu vervollkommnen und eventuell dabei eigene diplomatische Erfahrungen zu sammeln und soziale Kontakte zu pflegen.

Eigentlich ist die Tradition der Jugendreisen sogar noch älter und geht bis auf Homer zurück. In der Odyssee unternimmt Prinz Telemachos solche Reisen, um sich bei Menelaos in Sparta und Nestor in Pylos nach seinem verschollenen Vater Odysseus zu erkundigen, womit er beweist, dass er ein Mann geworden ist.


Jugendreisen ins benachbarte europäische Ausland haben im Europa nach dem 2. Weltkrieg zweifellos dazu beigetragen, Feindschaften und Vorurteile zu beseitigen. Der Aufenthalt in einer Gastfamilie oder mit fremden Jugendlichen erfordert Anpassungsvermögen, Disziplin und Eigenverantwortung von jungen Leuten. Natürlich wird auf solchen Fahrten auch ordentlich Blödsinn gemacht, man braucht ja nur an eigene Abenteuer zu denken, die sich im Nachhinein nicht immer durch die "sittliche Reife" auszeichneten, die Eltern und Veranstalter sich erhoffen. In der Regel kommen die Jugendlichen auch meist mit total verdreckten Brocken von ihrer Tour zurück, und zeitlose Sorgen ganzer Generationen besorgter Eltern waren und sind nach wie vor alkoholische Exzesse und erste schüchterne sexuelle Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Vielleicht denkt der Eine oder andere in diesem Zusammenhang an den französischen Teeniekultfilm "Her mit den kleinen Engländerinnen". Das gehört aber bekanntlich zum äusserst schwierigen Prozess des Erwachsenwerdens dazu, und so mancher Austauschschüler hat dank der "kleinen Engländerinnen" sogar schulische Fortschritte gemacht. Übrigens ein gutes Argument für Schüler, die Erlaubnis der Eltern zu bekommen. Also, "her mit den kleinen Engländerinnen", denn ein hilfreicher Beitrag zum Erwachsenwerden, sind Jugendreisen allemal.


Spezialreiseveranstalter für Klassenfahrten und Jugendreisen. Auch Lehrerfortbildung ist während einer Klassenfahrt möglich.

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