Expeditionen
sind sogenannte Studienreisen, die sich mit Forschungen und
Entdeckungen befassen. Expeditionen führen oft in auswärtige
und abgelegene Gebiete und sind erfahrungsgemäß mit
besonders großen Anstrengungen und Bemühungen verbunden.
Forschungsreisen wurden früher häufig von Geographischen
Gesellschaften ausgeführt. Die Landesregierungen gaben hierzu
größtenteils die Aufträge. Es gab früher und
gibt heute noch diverse Anlässe für eine Expedition. Der
Hauptgrund damals lag darin, mythische und sagenhafte Orte, verbunden
mit Edelmetallen, wie Gold, Silber, Kupfer oder unbekannten Pflanzen
und Tieren zu entdecken.
Bei den heutigen Entdeckungsreisen, bzw.
Expeditionen handelt es sich überwiegend um Forschungen,
ausgeführt von Journalisten, NRO-Mitarbeitern, Angehörigen
von Hilfsorganisationen oder Forschungsreisenden. Ganz wichtig bei so
einer Tour ist die richtige Vorbereitung. Die Ausrüstung muss
angemessen und vollzählig, niemals ungenügend oder gar
fehlerhaft sein. Auch bei der Ernährung muss man Abstriche
machen, Wasserflaschen und dehydrierte Lebensmittel sind
Grundvoraussetzung. Feste und derbe Kleidung, die möglichst noch
feuerfest ist, Kartenmaterial, Taschenmesser, Kommunikationsmittel,
Taschenlampen, Kompass, Zelte und Schlafsäcke werden ebenso
benötigt, wie auch Verbandsmaterial und andere medizinische
Hilfsmittel. Zur Beförderung von Lasten werden oft
geländegängige Wagen, Maultiere oder auch menschliche
Gepäckträger genommen. Eines der größten
Schwierigkeiten sind die Durchfallerkrankungen, hervorgerufen durch
Austrocknung und Entkräftung des Reisenden. Man sollte sich
daher vor Antritt der Reise unbedingt einer reisemedizinischen
Anweisung verbunden mit einer Analyse auf Qualifikation unterziehen.
So sind Expeditionen durch die Sahara sicher andere Gesundheitsgefahren als Reisen durch den Amazonas-Regenwald, Höhen-Trekking in Nepal oder Schlittenhundfahrten in der kanadischen Arktis. Zu den erfolgreichsten Prophylaxeformen gehören Impfungen. Die wichtigsten Impfungen wie Hepatitis, Tollwut, Cholera, Gelbfieber und die Mitnahme von Malaria-Präparaten für die notfallmäßige Selbstbehandlung sind je nach Gebiet, Art der Reise, der Reisezeit und der Unterkunft unterschiedlich. Heutzutage bieten auch schon viele Reiseveranstalter Expeditionen in verschiedene Gebiete an. Sehr beliebt sind hier Touren durch Wüsten und Oasen Arabiens und Nordafrikas. Hier wird die Lebensweise und Kultur der Völker an die Mitreisenden so gut es geht weitergegeben. Expeditionen in die Bergwelt dagegen sind sehr gefährlich. Sie werden nur mit erfahrenden Bergsteigern durchgeführt. Für Wanderungen ins Tierreich warten Kameramänner oft viele Wochen auf den richtigen Zeitpunkt, um Bilder einzufangen, wie man sie sonst kaum zu Gesicht bekommt. Viele Expeditionen werden in Büchern niedergeschrieben oder verfilmt.

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