Falten
sind sichtbare Zeichen der Hautalterung und des damit verbundenen
Gewebeumbaus. Besonders im Gesichtsbereich werden sie oft als störend
und unästhetisch empfunden, denn niemand aus unseren
Kulturkreisen möchte gerne alt aussehen.
Bei ersten Fältchen,
Anzeichen von Wangenhauterschlaffung und Krähenfüßen
eignet sich sehr gut die Methode der Unterspritzung um wieder ein
jugendliches Aussehen zu erlangen.
Bekannte
Unterspritzungsmaterialien sind Kollagen, Artecoll, Aquamid,
Hyaluronsäure, Dermalive, Botulinum-Toxin-A zur
Muskelerschlaffung und als körpereigenes Gewebe Eigenfett, sowie
Dermisfettstreifen. Einige Materialien zur Unterspritzung - besonders
das Eigenfett - eignen sich auch für die
Lippenvergrößerung.
Hyaluronsäure sorgt zum
Beispiel dafür, dass die Haut wieder elastisch wird. Sie sorgt
für eine verstärkte Wasserbindung im Hautgewebe. Die
Fältchen werden dadurch ausgebügelt.
Die Unterspritzung
mit körpereigener, bioaktiver Hyaluronsäure regt an zur
Neubildung von Substanzen im betroffenen Bindegewebe und sorgt für
eine länger anhaltende Wirkung. Größere Partien in
Gesicht, Halsbereich und am Dekolleté werden erfolgreich mit
dieser Unterspritzung behandelt. Eine frühzeitige Unterspritzung
beugt gleichzeitig weiterer Faltenbildung vor.
Ein weiteres,
relativ neues Präparat zur Unterspritzung von Falten ist
Aquamid, eine gewebeähnliche, gelartige, transparente Substanz,
die zu 97,5% aus Wasser besteht. Das Präparat wird ebenfalls mit
einer feinen Kanüle unter die Haut gespritzt und wirkt sofort
auffüllend. Das Gel lässt sich innerhalb des ersten halben
Jahres wieder ohne Rückstände entfernen.
Auch
körpereigenes Fettgewebe, das an unauffälliger Stelle unter
lokaler Betäubung entnommen wird, kann nach seiner sterilen
Aufbereitung zur Faltenauffüllung ins Unterhautgewebe
eingebracht werden. Eigenfettimplantate sind besonders langlebig.
Besonders gut geeignet sind sie für die Unterspritzung von
unschönen Augenringen, während sie sich für
Knitterfalten weniger gut eignen. Der Vorteil einer
Eigenfettunterspritzung gegenüber der Unterspritzung mit
Kollagen oder Hyaluronsäure soll ein länger andauernder
Effekt sein. Der Körper zeigt zudem keine allergischen
Reaktionen auf diese Unterspritzung und Granulome im Unterhautgewebe
bleiben als Nebenwirkung bei der Eigenfett-Transplantation ebenfalls
aus.
War die Transplantation erfolgreich, können wiederholte
Anwendungen entfallen. Das vollständige Einwachsen des
Eigenfettimplantats kann jedoch nicht zu 100% garantiert
werden.
Handelt es sich bei den störenden Falten dagegen
um waagerechte Stirnfalten, Krähenfüße, Zornesfalten
oder tiefere Falten im Ober- oder Unterlippenbereich, die durch
Gesichtsmimik entstanden sind, wird Botulinum-Toxin-A unterspritzt.
Dies ist eine Substanz aus der Gruppe der Nervengifte, die die
mimische Muskelaktivität einschränkt und das Muskelgewebe
im behandelten Bereich erschlaffen lässt. Die Unterspritzung mit
Botulinum-Toxin-A beugt gleichzeitig der Entstehung dieser
Mimikfalten vor.

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