Silikonimplantate
werden bei einer Operation zur Brustvergrößerung
verwendet. Es gibt sie in vielen, individuellen Formen, von
tropfenförmigen bis hin zu runden Silikonimplantaten, um den
vielen Formen von natürlichen Brüsten Rechung zu
tragen.
Alle Silikonimplantate verfügen über eine
Silikonaußenhaut, sind aber unterschiedlich gefüllt.
Diejenigen, die mit einer Kochsalzlösung versehen sind, haben
den Vorteil, dass die Lösung nicht schädlich für den
Körper ist, wenn das Silikonimplantat einmal reissen sollte.
Gebräuchlich sind aber heutzutage eher Füllungen aus
hochvernetztem Silikongel, weil es über einen "Memory-Effekt"
verfügt. Nach Veränderungen durch Druck oder Bewegungen
kehrt es in seine ursprüngliche Form zurück und kommt so
dem natürlichen Verhalten der Brust am nächsten.
Bei
einer einfachen Vergrößerung der Brust wird entweder ein
Schnitt unter der Brust, um die Brustwarze herum oder in der
Achselhöhe geführt. Vor oder hinter dem Brustmuskel wird
eine Tasche gebildet und das Silikonimplantat eingelegt. Meistens
wird die Methode gewählt, das Silikonimplantat hinter dem
Brustmuskel zu plazieren, weil sich das Gewebe besser um das
Silikonimplantat legen kann und so die Brust im Gesamtbild
harmonischer wirkt.
Mit einem sich selbst auflösenden
Faden wird dann der kleine Hautschnitt wieder zugenäht. Die
Operation dauert etwa zwei Stunden und die Klinik kann meistens nach
einem Tag verlassen werden. Nach der Wundheilung bleiben zunächst
kleine Narben sichtbar, die allerdings mit der Zeit verblassen. Da
durch den Operationsschnitt Nerven durchtrennt werden, fühlt
sich das Gewebe in diesem Bereich eine Zeit lang taub an, was sich
aber nach einigen Wochen legt. Mit Hautverfärbungen,
Spannungsgefühle und Überempfindlichkeiten der Haut sind zu
Anfang zu rechnen. Vor allem die Brustwarzen sind davon betroffen.
Wie bei jeder Operation sollte man sich bei Silikonimplantaten
zunächst schonen und in den ersten 5 Monaten auf
Sonnenbestrahlung verzichten.
Da sich um das Silikonimplanat
eine natürliche Kapsel aus Bindegewebe bildet, kann es
vorkommen, dass sich eine Kapselfibrose entwickelt. Dabei verhärtet
sich die normalerweise, hauchdünne Kapsel und verdickt und
verformt sich. Es kommt zu Spannungen und Schmerzen in der Brust und
das Silikonimplantat muss entfernt und durch ein neues ersetzt
werden.
In der neuesten Entwicklung befinden sich
Hydrogelimplantate, die die Vorteile der gesundheitlichen
Unbedenklickkeit von Kochsalzlösung mit den ästhetischen
Qualitäten von Silikonimplantaten verbinden. Das Hydrogel ist
eine Substanz, bei der Polysaccharide in Wasser gelöst sind und
ihre Formbarkeit entspricht den Anforderungen einer natürlich
wirkenden Brust.

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