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Segelohren

Segelohren ist die umgangssprachliche Bezeichnung für abstehende Ohren.
Man spricht von Segelohren, wenn die Ohren mehr als 30° vom Kopf abstehen.
Es handelt sich bei dieser am häufigsten vorkommenden Fehlbildung an den Ohren um ein kosmetisches Problem, das dem Betroffenen starke psychische Probleme bereiten kann, denn Träger von Segelohren werden oft gehänselt und gestichelt.
Gerade Kinder können hier sehr unbarmherzig sein.
Wer wirklich stark unter seinen Segelohren leidet, kann sich operieren lassen.
Bei der Operation wird von der Ohrmuschel ein kleines Knorpelstück entnommen. Das Ohr kann dann enger an den Kopf angelegt werden.
Der Eingriff kann entweder ambulant mit lokaler Anästhesie oder stationär unter Vollnarkose vorgenommen werden. Bei der Operation im Krankenhaus soll der Patient im Anschluss noch circa fünf Tage dort bleiben.
Geschnitten wird hinter dem Ohr, so dass keine störende Narbe zu sehen bleibt. Der Eingriff dauert pro Ohr zwischen 45 und 60 Minuten.


Segelohren kann man in jedem Alter korrigieren lassen, aber die Ohrmuschel sollte schon ausgewachsen oder zum größten Teil ausgewachsen sein.
Ein günstiger Zeitpunkt für eine Operation ist kurz vor der Einschulung. Eltern sollten sich aber nur dann zu einer Korrektur entschließen, wenn ihr Kind wirklich unter den Segelohren leidet und einen Eingriff selbst wünscht.
Die Erfolgsquote einer solchen operativen Korrektur ist sehr gut.
Wie bei jeder Operation gibt es Risiken, aber in der Regel sind nicht mit Komplikationen zu rechnen.
Die Wunde kann einige Tage schmerzen; es empfiehlt sich, dass der Patient ein bis zwei Wochen auf dem Rücken schläft und nach der Operation circa zwei Wochen einen Kopfverband trägt.
Einen Monat nachdem Eingriff sollte man vermeiden, die operierten Ohren zu beugen oder an ihnen zu ziehen. Vier Wochen lang sollten Frauen auf schwere Ohrringe verzichten und Brillenträger möglichst Kontaktlinsen benutzen.
In der Regel sitzt die neue Ohrform nach drei Monaten perfekt.
Da es sich um ein kometisches und nicht um ein medizinisches Problem handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nur, wenn ernstzunehmende psychische Beeinträchtigungen vorliegen, also wenn der Betroffene stark unter seinen Segelohren leidet.


Säuglinge und sehr junge Kleinkinder sollte man noch nicht operieren lassen, da die Ohrmuschel noch wächst und unter Umständen ihre Form noch ändert.
Möchten aber Eltern in diesem Alter schon etwas gegen die Segelohren unternehmen, kommt die sogenannte Auri-Methode zum Einsatz. Hierbei werden die Ohren des Säuglings beziehungweise Kindes nachts mit der speziellen Klammer zurückgehalten, und tagsüber mit einem speziellen Klebestreifen fixiert. Die Behandlung ist auf sechs Monate angelegt und soll in 80% der Fälle helfen.

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