In
einer Zeit, in der es durchaus möglich ist, einhundert Jahre zu
werden, hat der Mensch eine größere Zeitspanne
zurückzulegen, in der optische Alterungsprozesse des Körpers
zu sehen sind. Sonneneinwirkung, Lebenswandel, genetische
Voraussetzungen, all dies führt unter Umständen zu einer
verfrühten Alterung der Haut. Zudem ist unsere Gesellschaft mit
den Jahren deutlich mehr auf optische Perfektion ausgerichtet. Wenn
also die Spuren des Alters im Gesicht zu sehen sind, bietet die
Gesichtsstraffung eine sehr gute Möglichkeit, diesen Prozess
rückgängig zu machen. Seit den siebziger Jahren wird die
Gesichtsstraffung praktiziert. Im Laufe dieser Jahre haben sich die
Techniken verändert und verfeinert. Die Gesichtsstraffung wird
Personen zwischen 40 und 60 Jahren empfohlen, die unter dem
Alterungsprozess ihrer Haut leiden. Auch in höherem Alter ist
eine Gesichtsstraffung noch möglich. Diese sollte jedoch
unbedingt das reale Alter des Patienten berücksichtigen.
Eine
optische Verjüngung durch die Gesichtsstraffung liegt bei ca. 7
Jahren. In der modernen Gesichtsstraffung wird dies berücksichtigt
und der befürchtete maskenhafte Gesichtsausdruck, der in den
Anfängen der Schönheitschirurgie die Gesichtsstraffung sehr
offensichtlich machte, gehört endgültig der Vergangenheit
an. Ein guter Chirurg berät den Patienten dahin, dass eine
Gesichtsstraffung eine optische Verjüngung um einige Jahre
bewirkt und weiterhin keine anderen Verschönerungen beinhaltet.
Der Alterungsprozess der Haut wird durch die Gesichtsstraffung nicht aufgehalten, das optische Alter lediglich um einige Jahre zurückgestellt. Die Gesichtsstraffung wird unter Vollnarkose oder aber unter Lokalanästhesie und Dämmerschlaf durchgeführt. In einem ca. 3 Stunden dauernden Eingriff wird die Haut gestrafft und die Gesichtsmuskeln an ihre ursprünglichen Stellen zurückplatziert. Hierzu wird ein Schnitt ausgehend von der Schläfe bzw. dem Haaransatz in Richtung Ohr und weiter verlaufend am Ohrläppchen entlang bis hinter das Ohr geführt. Im Anschluss wird die Haut von der darunter befindlichen Muskel- und Fettschicht getrennt. Die Haut wird gestrafft und der Hautüberschuss entfernt. Eine Drainage verhindert im Anschluss an die OP übermäßige Hämatome.
Ein Druckverband wird angelegt, um die Heilung zu unterstützen. Nach der Gesichtsstraffung wird ein Klinikaufenthalt unter ärztlicher Aufsicht von ca. 1 - 2 Tagen empfohlen. Um Entzündungen und Komplikationen vorzubeugen, werden in dieser Zeit Antibiotika verabreicht. Eine Gesichtsstraffung mit realistischen Erwartungen bedeutet eine Verbesserung der Optik und des Lebensgefühls.

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