Korrekturen
der weiblichen Brust - in den meisten Fällen Vergrößerung
mit gleichzeitiger Straffung - haben in letzter Zeit viel von ihrem
noch vor einigen Jahren recht zweifelhaften Ruf verloren. Ein
Brustimplantat ist nichts Ungewöhnliches mehr und keineswegs nur
noch alternden Schauspielerinnen vorbehalten. Der Wunsch, den eigenen
Körper nicht nur durch Sport und gesunde Lebensführung,
sondern auch mit Hilfe der kosmetischen Chirurgie attraktiv zu
erhalten, findet sich bei Frauen jeglichen Alters.
Nun ist ein
Brustimplantat immerhin ein Fremdkörper und war so von der Natur
nicht vorgesehen. Was gibt es zu beachten, wenn sich eine Frau für
ein Brustimplantat entscheidet?
Das einfache "Aufpumpen"
der Brust mit flüssigem Silikon gehört glücklicherweise
der Vergangenheit an. Die heutigen Implantate gelten als
auslaufsicher, und der ärztliche Rat, das Brustimplantat nach
zehn bis 15 Jahren auszutauschen, gilt heute nicht mehr. Es hat sich
vieles verbessert, große Fortschritte sind gemacht worden -
immerhin ist ein Brustimplantat nach der Fettabsaugung die
zweithäufigste ästhetische Operation bei Frauen.
Trotzdem
gilt es einige wenige wichtige Punkte zu beachten:
Die Verlockung,
sich das Brustimplantat im Ausland - wo die Operation zum Teil schon
für die Hälfte der Kosten in Deutschland ausgeführt
wird - machen zu lassen, ist groß. Praxen und Kliniken
beispielsweise in Tschechien bieten eine komplette Brustvergrößerung
oft schon für etwas über 1500 Euro an. Trotzdem ist von
einem ausländischen Brustimplantat dringend abzuraten. Neben
Sprach- und Gewährleistungsproblemen stellt sich die Frage nach
Herkunft und Qualität des Brustimplantats. Ein nicht
hundertprozentig steriler und verträglicher Fremdkörper
bildet eine erhebliche Gefahr für jede Frau. Die Gesellschaft
für Ästhetische Chirurgie Deutschland - deren Mitglieder
die größte Zahl von Brustoperationen durchführen -
garantiert den Patientinnen absolute Mängelfreiheit ihrer Arbeit
und auch der verwendeten Produkte. Sollte das Silikongel wider
Erwarten tatsächlich einmal Risse oder andere Schäden in
der Hülle aufweisen, so erhalten die Frauen lebenslang
Ersatz.
Mittlerweile gibt es in Deutschland nur noch zwei Arten
von Implantaten: mit Kochsalz gefüllte und Silikonimplantate.
Andere Materialien wie Hydrogel und Sojaöl haben sich nicht
bewährt. Nachteil von Kochsalzimplantaten: sie können
auslaufen und Geräusche wie Gluckern verursachen. Außerdem
fühlt sich die Brust "unnatürlich" an.
Als
sicherstes und verträglichstes Brustimplantat gilt Silikon und
sollte daher erste Wahl sein.

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