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Urologen sind selten

Fachärzte für Urologie gibt es eigentlich eher selten. Sie sind in ihrem Fachgebiet zuständig für die sogenannten Männerkrankheiten und für alles, was mit den Nieren und Harnwegen zu tun hat. Insofern handelt es sich im Vergleich etwa zum Internisten um ein sehr eingegrenztes medizinisches Gebiet.

Wir wird man zum Urologen? Dazu ist natürlich ein Medizinstudium notwendig. Für die zukünftigen Urologen beginnt nach Physikum und Staatsexamina die Assistenzarztzeit im Krankenhaus. Hier wird aus den Ärzten ein Facharzt für Urologie. Studium und Assistenzarztzeit zusammen können sich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren erstrecken. Als Facharzt steht zunächst die klinische Laufbahn offen. Die Karriereleiter im Klinikum sieht als nächste Stufen den Oberarzt und den Chefarzt vor. Letzterer erfordert von den Urologen in vielen Fällen, insbesondere in Kliniken der Maximalversorgung und natürlich in Unikliniken eine Habilitation. Parallel dazu können sich Urologen auch selbstständig machen. Man spricht dann von einem niedergelassenen Urologen. Zur Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten ist hierfür eine Zulassung von der kassenärztlichen Vereinigung erforderlich. Ansonsten wäre es dem Urologen nur möglich, Privatpatienten zu behandeln.

Was sind nun typische Betätigungsfelder der Urologen? Nehmen wir das Beispiel der Nierensteine. Viele Menschen trinken zu wenig oder sind von Natur aus zur Bildung von Nierensteinen veranlagt. Diese kalkhaltigen Ablagerungen können zu Stauungen in den Harnleitern führen. Der Rückstau des Urins bis in die Nieren macht dann die Beschwerden, die als Nierenkolik bekannt sind. Gefragt sind Urologen auch bei Vorsorgeuntersuchungen für Männer. Dabei gilt es insbesondere, Hodenkrebs und Prostatakrebs auszuschließen. Jeder dritte Mann über 60 erkrankt an Prostatakrebs. Wird diese Krankheit von Urologen sehr frühzeitig erkannt, hat der Patient sehr gute Heilungschancen. Das gilt übrigens auch für den Hodenkrebs, der meist nur in jungen Jahren auftritt.

Der Urologe ist aber nicht nur ein Männerarzt. Natürlich können auch Frauen mit Harnwegsinfekten den Urologen aufsuchen. Blasenentzündungen sind hier aufgrund der kurzen Harnröhren weit verbreitet. Selbstverständlich wird der Beruf des Urologen nicht nur von Männern ausgeübt. Auch Urolginnen haben sich als Fachärzte niedergelassen.

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