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Der Tierarzt – mehr als nur kranke Tiere heilen

Natürlich ist die Hauptaufgabe eines Tierarztes kranke Tiere zu heilen, die Leiden seiner Patienten zu lindern. Der Tierarzt gibt Tierhaltern Tipps mit nach Hause wie sie bestimmten Erkrankungen vorbeugen können, der Tierarzt verhindert durch Prophylaxe die Ausbreitung von Seuchen und schützt somit auch den Menschen.

Im Groben sind tierärztlichen Praxen in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen die Kleintierpraxis, deren Aufgabe die Behandlung und Vorsorge von Hund, Katze und Co. ist. Darüber hinaus steht der Tierarzt Rede und Antwort wenn es um die richtige Haltung, Fütterung und um die Zucht geht. Der andere Bereich umfasst die Großtierpraxis, die für Nutztiere, Pferde usw. zuständig ist. Gerade in der Landwirtschaft oder beispielsweise zoologischen Gärten ist der Tierarzt ein Mitgarant für einen gesunden, leistungsfähigen Tierbestand. In Praxen die beide Bereiche vereinen, arbeiten meist mehrere Tierärzte eng zusammen. Sofern es sich nicht um eine spezialisierte Tierklinik handelt, ist von beiden Seiten ein breit gefächertes, übergreifendes Wissen gefragt. Gerade in ländlichen Gebieten haben viele Kunden der Tierärzte gleichzeitig Klein- und Großtiere und schätzen es sehr einen Tierarzt als vertrauten Ansprechpartner für beide Arten zu haben.

Man sieht wie wichtig für einen guten Tierarzt eine gehörige Portion Menschenkenntnis ist. Der Tierarzt ist gleichzeitig Tier- und Menschenpsychologe. Die heutige Zeit bringt es mit sich, dass private Tierhalter ihre Tiere sehr vermenschlichen und deren Bedürfnisse nicht ausreichend beachten, was viele Probleme in sich birgt.

Die ethischen Leitsätze eines Tierarztes übergeben ihm die Verantwortung für das Tier als leidensfähiges Geschöpf. Der Grundsatz „... der Ehrfurcht vor dem Leben und dem Bewusstsein, dass das Tier eine Würde besitzt, die es zu achten gilt“, diesen Leitsatz an den ein oder anderen Tierhalter weiter zu geben ist sicher – gerade in der kommerziellen Tierhaltung – eine Herausforderung. Gleiches gilt für Tiere die im Sport eingesetzt werden - sei es im Hunde-, Pferdesport o.ä. – ein Tier sollte eine gewisse Leistungsbereitschaft mit sich bringen oder konsequent aus dem Sport genommen werden. Jeder Zwang bringt nicht nur eine Leistungsminderung mit sich, sondern man sieht es dem Tier auch an. In diesem Falle sei der Vergleich mit einem (negativ) gestressten Mensch gestattet, das Tier sollte nie als „Sportgerät“ missbraucht werden.

In dubio pro animale!
Im Zweifel für das Tier!

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