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Kinderärzte

Kinderärzte sind die richtigen Ansprechpartner, wenn ärztlicher Rat für die kleinsten Patienten gebraucht wird. Das medizinische Repertoire der meisten Kinderärzte erstreckt sich von der normalen Behandlung im Krankheitsfall über speziellere Untersuchungen, wie Ultraschalluntersuchungen, Lungenfunktionen, Allergietestungen und einfache Laboruntersuchungen.

Besonders in den ersten Jahren werden die Eltern mit den Kindern zwangsläufig häufiger Kinderärzte aufsuchen, als ihnen lieb ist. Das kindliche Immunsystem ist in den ersten Lebensjahren anfälliger für die verschiedensten Erkrankungen und besonders Kinder im Kindergartenalter können die Eltern zur Verzweiflung treiben, weil sie einen Infekt nach dem nächsten bekommen. Kinderärzte kennen dieses Problem und werden die Eltern beruhigen. Erfahrene Kinderärzte können den Eltern erklären, dass kein Grund zur Sorge besteht, wenn die Kinder bis zu zwölf Infekte im Jahr durchmachen. Auf diese Weise setzt sich das Immunsystem mit den unterschiedlichen Krankheitserregern auseinander und wird gewissermaßen „trainiert“.

Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“, deshalb bedürfen sie auch einer speziellen ärztlichen Behandlung. Kinderärzte entwickeln mit der Zeit eine gewisse Routine, weil sie bestimmte Krankheitsbilder häufiger sehen. Dort, wo der Hausarzt der Eltern unter Umständen bei einem Blick in den geröteten Kinderhals sicherheitshalber ein Antibiotikum verschreibt, sehen Kinderärzte, dass der gerötete Hals die Begleiterscheinung einer normalen Erkältung ist. Auch die Symptome der üblichen Kinderkrankheiten erkennen geübte Kinderärzte auf den ersten Blick, während der Hausarzt hier leicht etwas übersehen kann. Einfach deshalb, weil er mit bestimmten Krankheiten nicht in Berührung kommt.

Kinderärzte sollten nicht nur aufgesucht werden, wenn es um Krankheiten geht, sondern auch wenn es um die Vorsorge geht. Kinderärzte erkennen sofort, ob sich ein Kind altersgerecht entwickelt oder ob in bestimmten Bereichen Förderungsbedarf besteht. Auch die üblichen Vorsorgeuntersuchungen, die hauptsächlich in den ersten Lebensjahren stattfinden, führen Kinderärzte durch. Sie sehen das Baby gleich nach der Geburt, um die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) durchzuführen, die zwischen dem 3. und 10. Lebenstag gemacht werden sollte, um Stoffwechselerkrankungen auszuschließen. Besonders in den ersten 24 Lebensmonaten kontrollieren Kinderärzte die kleinen Patienten sehr engmaschig, um Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.

Kinderärzte sind außerdem für einen ordnungsgemäßen Impfschutz der Kinder verantwortlich. Gerade in den ersten Lebensjahren ist es wichtig, dass die Kinder gegen bestimmte Krankheiten wie beispielsweise Keuchhusten, Diphterie oder die Masern geimpft werden. Bis das Kind in die Schule eintritt, sollte diese sogenannte Grundimmunisierung abgeschlossen sein. Kinderärzte sind hier – auch durch Fortbildungen – immer auf dem neuesten Stand und wissen, welche Impfungen zu welchem Zeitpunkt nötig sind.

Auch Jugendliche können weiterhin ihren gewohnten Kinderarzt aufsuchen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich zwischen den kleinen Patienten deplatziert vorkommen. Fast alle Kinderärzte bieten spezielle Jugendsprechstunden an.

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