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Frauenarzt

Die Wahl eines Frauenarztes oder einer Frauenärztin ist Vertrauenssache. Bei kaum einem anderen Arzt muss eine Frau so viel Intimes von sich preisgeben, wie bei einem Frauenarzt. Das ist auch der Grund, warum viele Frauen es vorziehen, einen weiblichen Gynäkologen aufzusuchen. Bei Geschlechtsgenossinnen ist die Hemmschwelle manchmal niedriger, unangenehme Themen anzusprechen und sich untersuchen zu lassen.


Gerade für ganz junge Frauen ist eine besonders einfühlsame Vorgehensweise des Frauenarztes gefragt, damit sie nicht gleich bei ihrem ersten Besuch so negativ eingestellt sind, dass sie weitere Untersuchungen ablehnen.
Der Frauenarzt berät in Sachen Verhütungsmethoden, und berücksichtigt dabei das Alter und die Lebensumstände der Frau (z.B. ob sie raucht, oder ob sie einen erhöhten Blutdruck hat). Dementsprechend schreibt er ein Rezept oder nimmt einen kleinen Eingriff vor (durch Setzen einer Spirale).
Eine weitere wichtige Aufgabe von einem Frauenarzt ist die Krebsvorsorge. Manche Gynäkologen sind dazu übergegangen, die Patientinnen von sich aus zu informieren, wenn ihre nächste regelmäßige Kontrolle fällig ist, weil viele Frauen dazu neigen, eher nachlässig mit diesem Thema umzugehen. In Zeiten der Sparmaßnahmen durch die Krankenkassen ist es notwendig geworden, dass Untersuchungen, die der Frauenarzt für notwendig hält, in den Augen der Kassen aber überflüsig sind, von den Patientinnen selbst bezahlt werden müssen. Hier tut sich ein weiteres Aufgabenfeld des Frauenarztes auf: die Beratung über die Wichtigkeit gewisser Vorsorgeuntersuchungen.


Kommt eine Frau mit einem unerfüllten Kinderwunsch zu ihrem Frauenarzt, ist auch hier zunächst ein ausführliches Gespräch gefragt, bevor durch eine Untersuchung nach organischen Gründen gesucht wird.
Menstruationsprobleme, Schwierigkeiten in den Wechseljahren, Entzündungen im Genitalbereich, Beschwerden aller Art, die sich im Unterleib einer Frau bemerkbar machen, dafür ist der Frauenarzt die Anlaufstelle.
Zu den wohl angenehmsten Aufgaben von einem Frauenarzt gehört die Betreuung einer glücklichen Schwangeren, die evtl. sogar zusammen mit ihrem Partner zu den regelmäßigen Untersuchungen erscheint, sich die Herztöne per Wehenschreiber anhört und -je nach Krankenversicherungsart- eine bestimte Anzahl von Ultraschallbildern von ihrem Frauenarzt erhält.
Eine Frau sollte sich nicht scheuen, den Frauenarzt zu wechseln, wenn die nötige vertrauensvolle Basis fehlt. Nur wenn sie sich nicht zu sehr geniert, ihre Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen, kann ihr Frauenarzt manchmal lebensrettende Maßnahmen ergreifen.

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