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Chirurgen

Die Chirurgie ist ein Fachgebiet der Medizin, bei dem sich Fachärzte (Chirurgen) mit der Heilung von Wunden, Knochenbrüchen und von mechanisch verursachten Organerkrankungen befassen. Außerdem führen die Chirurgen die operativen Behandlungen von Geschwülsten, Missbildungen und eitrigen Infektionen durch. Das Wort Chirurgie, aus dem altgriechischen übersetzt, besteht aus den Wortteilen "Hand" und "ich arbeite", wird demzufolge auch als eine handwerkliche Kunst bezeichnet und Chirurgen auch wörtlich übersetzt als "Handarbeiter". Die Chirurgie gliedert sich in viele Spezialfächer, wie Thoraxchirurgie (Behandlung chirurgischer Erkrankungen und Fehlbildungen der Lunge); Bauchchirurgie, auch Viszeralchirurgie (operative Behandlung der abdominellen Organe); Neurochirurgie (Erkennung und operative Behandlung von Verletzungen, Erkrankungen und Fehlbildungen des ZNS (Zentrales Nervensystem); Herzchirurgie (chirurgische Behandlung von Verletzungen oder angeborenen und erworbenen Herzkrankheiten); Gefäßchirurgie (operative Behandlung der Blutgefäße - Anlegen von Bypässen); plastische Chirurgie (Veränderung an Organen oder der Körperoberfläche aus kosmetischen oder funktionellen Gründen); septische Chirurgie (chirurgische Behandlung von Infektionen); Unfallchirurgie (chirurgische Behandlung von durch Unfälle beschädigten Organen oder Teilen des Bewegungsapparates) und nach ihrer Ausbildung zum Facharzt können sich Chirurgen auf eines dieser spezifischen Gebiete spezialisieren.


Um als Chirurg arbeiten zu können, erfordert es ein 6 - jähriges Studium der Medizin, welches mit dem Staatsexamen abschließt. Darauf folgte bis zum Jahr 2004 ein 18 - monatiges Praktikum unter der Aufsicht eines bereits approbierten Arztes (seit 2004 erhalten Mediziner nach erfolgreich abgeschlossenem Studium sofort ihre Approbation als Arzt) und üblicherweise eine mehrjährige Arbeit als Assistenzarzt (Arzt mit oder ohne Facharztausbildung, untersteht dem Oberarzt oder Chefarzt und bekleidet keine Funktion) an einer Klinik. Während dieser Zeit besteht die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Gebieten der Medizin speziell weiterzubilden und den Titel "Facharzt" zu erwerben. Die Ausbildung zum Chirurgen ist eine der anspruchsvollsten Facharztausbildungen, denn schon kleinste Fehler können extreme Folgeschäden nach sich ziehen. Bei der Ausbildung zum Chirurgen werden deshalb künstlich hergestellte Körperteile (Artefakte mit Knochen, Sehnen, Bändern und Muskeln) für Schnittübungen verwendet.
Leider sinkt die Zahl der Ärzte, die sich zum Chirurgen ausbilden lassen drastisch. Dr. Wolfgang Martin, Leiter des Berufsbereichs Medizin der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung hat die Ursachen für den Facharztmangel analysiert. Mangelnde Möglichkeiten zur Weiterbildung, unattraktive Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen für Chirurgen in Kliniken und zu geringe Entlohnung sind nur einige Ursachen für den Mangel an Fachärzten in Deutschland.


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