Lange
Zeit war in Deutschland das Sparbuch das Maß aller Dinge wenn
es darum ging, Geld sicher und Gewinn bringend anzulegen. Auch
Bundeswertpapiere, Tagesgeldkonten und Sparpläne waren und sind
bei deutschen Sparern beliebt.
Alle anderen Anlageformen gelten
vielen Anlegern immer noch als risikoreich und tendenziell
spekulativ. Kein Wunder, dass der Anteil der Aktienbesitzer in
Deutschland unterdurchschnittlich gering ausfällt.
Fonds
sind besonders für Kleinanleger die ideale Variante, die eigenen
Ersparnisse mit der Aussicht auf attraktive Renditen anzulegen. Man
unterscheidet zwischen Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds,
Mischfonds oder Dachfonds - um nur einige Arten von Fonds zu
erwähnen.
Sicher, alleine die Anzahl der in Deutschland
angebotenen Fonds ist verwirrend. Davon sollte man sich als Anleger
aber nicht abschrecken lassen. Was sind Fonds? Mit einem einzigen
Fondsanteil, dessen Preis weit unter 100 Euro liegen kann, erwirbt
der Anleger eine ganze Palette von Anlageprodukten. Denn ein Fonds
ist nichts anderes als eine Sammelstelle für viele kleine
Geldbeträge, die anschließend nach dem Prinzip der
Risikostreuung angelegt werden. Wer etwa in einen deutschen
Aktienfonds investiert, erwirbt bereits mit einem kleinen
Anlagebetrag Aktienanteile mehrere deutscher Unternehmen. Der große
Vorteil von Aktienfonds besteht darin, bereits mit kleinen Beträgen
Besitzanteile ganz unterschiedlicher Unternehmen erworben zu haben.
Ähnlich verhält es sich mit allen anderen Fondssorten.
Wer Anteile an einem offenen Immobilienfonds kauft, wird zum
Mitbesitzer einer Immobilie und profitiert damit an den erzielten
Mieteinnahmen oder an den Gewinnen, die beim Verkauf von Immobilien
entstehen können. Immobilienfonds führen das Fonds-Prinzip
besonders deutlich vor Augen: es ist unmöglich, für 1.000
Euro ein Haus, eine Wohnung oder eine gewerblich genutzte Immobilie
zu kaufen. Wer für diesen Betrag Anteile eines Immobilienfonds
erwirbt, wird zum Miteigentümer nicht nur an einer, sondern
mehrerer Immobilien.
Wer Anteile eines Rentenfonds kauft, erwirbt
Anteile an Staats- oder Industrieanleihen. Er leiht Staaten oder
Unternehmen sein Geld und erhält dafür Zinsen. Mit einem
Fondsanteil eines international investierten Rentenfonds stellt der
Kleinanleger sein Geld einer ganzen Palette von Schuldnern zur
Verfügung.
Fonds bieten somit attraktive Renditechancen bei
kalkulierbarem Risiko. Und: Fonds bieten die geniale Möglichkeit,
auch kleine Anlagebeträge anzulegen wie Großanleger.

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