Das
Bausparen hat eine lange Geschichte, die um das Jahr 200 v. Chr. in
China begonnen hat. In Europa ist die Idee erstmals 1775 in
Birmingham realisiert worden, um danach allmählich die ganze
Welt zu überzeugen. Die erste deutsche Bausparkasse ist 1885 in
Bielefeld gegründet worden, das Konzept für das heutige
Bausparen wurde in den 1930er Jahren entwickelt.
Konzept
Die Bausparer bilden ein Kollektiv, um erst in einen „Topf“
gemeinsam zu sparen, und später vom selben „Topf“ ihre
Bauvorhaben zu finanzieren. Jeder Bausparer muss eine gewisse Zeit
einzahlen und einen gewissen Anteil der Summe ansparen, die ihm
später „zugeteilt“ wird. Für die Zuteilung spielen die
Faktoren Geld und Zeit eine maßgebende Rolle. Durch eine
Formel, in der beide Faktoren vorkommen, wird die so genannte
Bewertungszahl ermittelt, von der der Zeitpunkt der Zuteilung
abhängt.
Bausparvertrag
Der erste Schritt zum
Bausparen ist der Abschluss eines Bausparvertrages bei einer der
zahlreichen Bausparkassen. Neben den Bausparkassen bieten heutzutage
viele Banken und viele Versicherungsinstitute auch Bausparen an.
Obwohl zahlreiche Anbieter zahlreiche Tarife offerieren, bleibt der
Grundgedanke des Bausparens gleich. In jedem Bausparvertrag werden
die Konditionen seines gesamten Ablaufs festgelegt. Dazu gehören
vor allem:
- Bausparsumme
- Mindestsumme (üblicherweise 40% bzw. 50% der Bausparsumme)
- Mindestlaufzeit bis zur Zuteilung
- Guthabenzins in der Sparphase und Höhe der monatlichen Sparrate
- Darlehenszins in der Darlehensphase und Höhe der monatlichen Tilgungsrate
- Sonderbedingungen, die der Bausparvertrag vorsieht
Das Bausparen läuft in drei
Zeitphasen ab:
Während der Sparphase (üblicherweise
7 Jahre) wird die Mindestsumme angespart, wobei Zwischeneinzahlungen
(wie das Weihnachtsgeld) jederzeit möglich sind.
Die
Zuteilungsphase beginnt mit Erreichen der Bewertungszahl, wird aber
erst mit dem Antrag auf Zuteilung gestartet.
Die
Darlehensphase beginnt mit der Auszahlung der Bausparsumme und dauert
bis diese getilgt ist. Sie kann durch Zwischentilgungen gekürzt
werden, die beim Bausparen erlaubt sind. Das Darlehen kann über
eine Grundschuld gesichert werden, die für die Bausparkasse in
das jeweilige Grundbuch einzutragen ist.
Bausparen hat
anderen Formen der Immobilienfinanzierung gegenüber
Besonderheiten, die als Vorzüge bzw. Mankos angesehen werden
können. Das Model Bausparen eignet sich gut für langfristig
geplante Bauvorhaben und ist vom ersten bis zum letzen Tag der
Laufzeit des Bausparvertrages exakt kalkulierbar. Eine spontane
Finanzierung über Bausparen kann dagegen teuer werden. Das
gesparte Geld kann anderweitig angewandt werden. Bausparen wird
staatlich gefördert (Bausparprämien, Zulagen) und kann über
die vermögenswirksamen Leistungen angespart werden.
Die richtige Baufinanzierung ist die wichtigste Voraussetzung, um den Bau des Eigenheims sicher realisieren zu können.

Schönheit
Gesundheit
Urlaub
Wellness
Geld
Shops
